Am Ende lief es so wie bei den meisten Turnieren in den letzten Monaten. Spätestens, als die heiße Phase in Counter-Strike 1.6 und Starcraft II begann, war von deutschen Vertretern schon nichts mehr zu sehen. Mousesports und Dennis "HasuObs" Schneider waren schon in der Gruppenphase teils sang- und klanglos ausgeschieden, ab den Playoffs mussten sich deutsche Fans andere Teams oder Spieler suchen, denen sie zujubeln konnten.
Keine Chance für mousesports
Vor allem mousesports, das mit Abstand beste deutsche CS 1.6-Team, enttäuschte aus Sicht der Community auf ganzer Linie. Nach nur einem Punkt aus drei Spielen schieden Fatih "gob b" Dayik und Co. als Tabellenletzter aus, vor allem die Deutlichkeit der Niederlagen gegen fnatic und Winfakt sprach Bände.
Entsprechend sprachlos zeigte sich Team-Kapitän gob b gegenüber readmore.de: „Normalerweise weiß ich immer direkt nach dem Event, was schief lief. Aber das hier ist eines der Events, bei dem ich überhaupt keine Ahnung habe, woran es lag.“ Bis zur Intel Extreme Masters World Championship im März in Hannover kommt also noch viel Arbeit auf das neu formierte mousesports-Team zu.
Den Sieg im CS-Turnier machten einmal mehr zwei der besten Teams des vergangenen Jahres unter sich aus. Na’Vi und SK Gaming marschierten nahezu mühelos durch die Playoffs und trafen, nachdem SK das ukrainische Topteam in der Gruppenphase deutlich besiegen konnte, zum zweiten Mal im Turnier aufeinander. Was folgte, war eine Demonstration der Lokalmatadoren: Mit 16:3 und 16:5 fegte Na’Vi die Schweden vom Server und konnte damit den ersten großen Titel des neuen Jahres erringen.
Koreanisch-ukrainische Duelle in Starcraft II
Auch für den deutschen Vertreter in Starcraft II, HasuObs, war das Wochenende in Kiew eines zum Vergessen. Nach drei Niederlagen schied der 24-Jährige ohne Punktgewinn aus dem Turnier aus, obwohl ihm im Vorfeld zumindest gute Chancen auf den Einzug in die Playoffs ausgerechnet wurden. Letzten Endes reichte es für ihn jedoch nur zu zwei Mapgewinnen.
In den Playoffs entwickelte sich dann ein Koreanisch-ukrainisches Duell um die Spitzenplätze. Ab dem Halbfinale waren nur noch Spieler aus diesen beiden Ländern vertreten, es kam zu Matches zwischen Landsleuten. Aus diesen gingen Lokalmatador Dmytro "Dimaga" Filipchuk und der große Turnierfavorit Moon Sung "MMA" Won als Sieger hervor.
Im Finale deutete dann zu Beginn vieles auf eine Überraschung hin. Dimaga trumpfte auf der ersten Map groß auf und ging nach einer ganz starken Vorstellung mit 1:0 in Führung. Doch dann zeigte MMA, warum er momentan zu Recht als einer der besten Spieler der Welt gehandelt wird. Mit taktisch einwandfreien und perfekt ausgeführten Strategien nahm er den Ukrainer in drei Spielen in Folge auseinander, Dimaga war nach dem Sieg im Auftaktmatch absolut chancenlos. Die 3.300 US-Dollar für den Zweitplatzierten dürften ihn zumindest ein bisschen über die klare Niederlage hinwegtrösten. Für MMA steht zu Beginn des Jahres ein Siegpreisgeld von 6.500 USD zu Buche.
Nun fehlt nur noch eine Global Challenge vor der World Championship in Hannover. Diese findet schon in wenigen Wochen, vom 7. bis 11. Februar, in Sao Paolo statt. Damit wagt sich die Electronic Sports League erstmals mit einem IEM-Event nach Südamerika. Mit Jonathan "Dark.Force" Belke und Daniel „XlorD“ Spenst sind zwei deutsche Spieler für das Turnier in Brasilien qualifiziert – die Hoffnungen in der Community sind groß, dass die Beiden bessere Leistungen abliefern können als die deutschen Vertreter in Kiew.
Instarcraft.de berichtet über den letzten Tag der IEM Global Challenge.











