Man nehme eine Traumwohnung mit 200 Quadratmetern Wohnfläche, 32 der besten Starcraft II-Spieler des Planeten und eine Hand voll großartiger Kommentatoren, die in verschiedenen Konstellationen kurzweilige Unterhaltung bieten. Genau diese Kombination machte die in Krefeld ausgetragene, dritte und bisher größte Ausgabe des Homestory Cups aus.
Initiator dieses im eSport einzigartigen Turniers ist der Moderator und IFNG-Host Dennis "TaKe" Gehlen. In einem für die Szene neuartigen Vorgang machte sich der 25-Jährige mit seinem Projekt TakeTV selbständig, mietete die riesige Wohnung und richtete sie als Übertragungsstudio und Turnier-Location ein. Das Risiko ist enorm: Alleine die Kosten für die Wohnung und die wichtige technische Ausrüstung gehen monatlich in die Tausende – ein Betrag, der ohne Zweifel schwer zu stemmen sein wird. Im Interview mit fragster beziffert Dennis Gehlen alleine die Kosten für die Wohnung auf 50.000 Euro.
Nach dem Turnier ist klar: Der enorme Aufwand, den Dennis Gehlen im Vorfeld des Turniers betrieben hat, hat sich gelohnt. Das Interesse am Homestory Cup III war riesig, alle großen deutschen Szeneseiten waren für die Berichterstattung vor Ort, auch die ausländische Starcraft II-Community war begeistert vom Konzept des Topturniers mit Wohnzimmerflair. An die 30.000 Zuschauer verzeichnete alleine der kostenlose Stream dauerhaft. Hinzu kam das kostenpflichtige HD-Angebot, das auch von Tausenden Fans wahrgenommen wurde.
Das ist wenig überraschend. Die Idee ist nicht nur originell, sondern auch extrem gut durchdacht. Spätestens seit Starcraft II und der großen Masse an erfolgreichen „Homeoffice-Kommentatoren“ ist bekannt, dass viel Herz und Witz sowie eine gute, natürliche Show ohne Highend-Ausrüstung genau das sind, was die Starcraft II-Fans begeistert.
So bedient Dennis Gehlen gemeinsam mit seinem Admin- und Caster-Team, das immer wieder von den Stars der Szene als Experten ergänzt wird, genau die Bedürfnisse der Community. Entspannte, aber fachlich hochklassige Moderation von der Couch, spannende Spiele und Stars zum Anfassen: Der Homestory Cup III kann durchaus als Prototyp für eine neue Generation von Starcraft II-Turnieren gelten.
Das I-Tüpfelchen auf dieses ohnehin schon beeindruckende Gesamtpaket: Interessierte Fans, die ganz nah dran sein wollten, konnten direkt nach Krefeld kommen und sich im Irish Pub unterhalb der Wohnung zum Public Viewing treffen, auf Tuchfühlung mit den Stars, die sich immer wieder für Autogramme und kurze Gespräche mit den Fans ins Erdgeschoss begaben. Schon am ersten Tag des Turniers nahmen über 100 begeisterte Starcraft II-Anhänger dieses Angebot wahr. Das freut nicht nur die Pub-Besitzerin. So viel Intimität und Nähe zwischen Spielern und Fans hat es im eSport seit Jahren nicht gegeben. Diese Nähe steht der Community aber ausgesprochen gut zu Gesicht.
Ein ausführliches Interview mit Dennis Gehlen gibt es auf Fragster.de












