Eine Girl-Rockband, bestehend aus drei feuchten Männerträumen in knappen Outfits, macht sich auf den Weg zu einem wichtigen Gig, der sie endlich aus der Erfolglosigkeit retten soll. Doch der Tourbus der „Deadly Lullabyes“ verunglückt. Als die Protagonistin Alyssa, die optisch ein wenig an eine verrruchte Schwester von Beyoncé Knowles in Bitch-Uniform erinnert, aus der Bewusstlosigkeit erwacht, fehlt vom Band-Equipment und ihren musikalischen Mitstreiterinnen jede Spur. Alyssa macht sich auf die Suche nach den verschollenen Chicks, nichts ahnend, was an bizarren Erlebnissen und ebensolchen Kreaturen auf sie wartet…
Rot und Grün, ohne Politik
Was klingt wie der Beginn eines schlechten Drehbuchs, erweist sich als bewusste Hommage an B-Movies - mit jeder Menge augenzwinkerndem Humor. Und mit jeder Menge halbnackter Haut. Wenn Alyssa mit laszivem Hüftschwung und surreal wippendem XXL-Vorbau durch die Welt der Untoten stolziert, wird das also vor allem männliche Spieler verzücken. Wem die „sprunghafte“ Oberweite Alyssas bekannt vorkommt: Die norddeutschen Entwickler Grasland Production sind auch bekannt als Erfinder der Kultfigur Lula.
Leichtbekleidete Heldin, leichtgewichtige Brille
Ein Augenschmaus ist nicht nur die Optik der Spielfigur, sondern auch die 3D-Optik. Wie plastisch die Spielwelt dargestellt wird, ist eigentlich erstaunlich, denn der Tiefeneffekt wird nicht durch Hightech wie in modernen 3D-Kinosälen oder Heimkinos erzeugt, sondern durch die Anaglyphen-Technik, die schon in den 3D-Filmen der 50er Jahre zur Anwendung kam. Dabei wird das rechte und linke Halbbild vom Betrachter zu einem Ganzen zusammengesetzt wird, indem die mitgelieferte Papp-Brille mit je einem grünen und einem roten Filter getragen wird. Der Vorteil liegt auf der Hand: Es ist keine teure Hardware nötig, um den 3D-Trend daheim erleben zu können.
Das Menü bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, nicht nur was Partikel-, Licht-, Wasser- und sonstige Effekte angeht, sondern auch den Faktor der Anaglyphen-Brennweite, mit dem man die 3D-Darstellung nach Gusto feinjustieren kann. Wer klassisches Adventure-Gameplay lieber mit klassischer Optik erleben will, kann den 3D-Effekt natürlich auch ganz abstellen.
Schönheit liegt im Auge des 3D-Betrachters
Frei nach dem Motto „Das Ohr spielt mit“ wurde die erotische Ausstrahlung der Heldin mit einer ebensolchen Stimme kombiniert – die Dame, die Alyssa ihre Stimme leiht, ist die deutsche Synchronsprecherin von Angelina Jolie.
Die Entwickler belassen es erfreulicherweise nicht nur bei Effekthascherei, sondern bieten mit pfiffigen Dialogen, liebevoll gestalteten Szenarien und jeder Menge Gegenständen, die man finden und richtig kombinieren muss, alles, was Adventure-Fans zu ihrem Glück brauchen.
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